Adela Elibol

Künstlerischer Werdegang

1972 - 1974 Besuch der Schule für Grafik und Design in Danzig.
1974 Übersiedlung nach Deutschland, freiberufliche Tätigkeit als Künstlerin
1986 - 1988 Engagement bei der Werbeagentur Ossig & Grau in Landshut
1987 - 1988 Freie Kunstschule bei Prof. Hans Seeger in München
1988 - 1989 Engagement bei der Werbeagentur Ambros Mahr in München
Seitdem Kunstmalerin mit zahlreichen Ausstellungen und Publikationen u.a.:

1993-2004 Ausstellung in der Raiffeisenbank in München
1995 Ausstellung im Haus der Begegnung, München
1996 Veröffentlichung von Postkarten, Andromeda Verlag
1998 Diverse Auftragsarbeiten für die Münchner Stadtbibliotheken
2001 Ausstellung in der Altperlacher Werkstatt
2007 Ausstellungen: era resources, munich office
2007 Ausstellung im Retters Weinschmecker, München
2007 Ausstellung im Cortal Consors, München
2008 Veröffentlichung eines Kunstkalenders
2008 Teilnahme an einem öffentlichem Happening, Puchheim
2009 Ausstellung in der Orangerie, Englischer Garten
2009 Ausstellung im Geranienhaus – Schlosspark Nymphenburg
2009-2010 Ausstellung früherer Werke, Klinikum Starnberg
2009 Kunst in Sendling
2010 Ausstellung in der Orangerie, Englischer Garten, München
2010 Ausstellung früherer Werke, Weilheim
2011 Kunst in Sendling
10.01.-24.01.2017: Gemeinschaftsausstellung im Provisorium, München

Meine Philosophie

Jedes Bild von mir entsteht durch einen spontanen Prozess des Schaffens, durch unterschiedliche Ausdrucksweisen und Techniken und sind somit " Gefühlsbilder".
Ich versuche unterschiedliche Empfindungen aus dem Alltag durch malerische Gestaltungsmittel auf die Leinwand zu projizieren. Die nötigen Eindrücke gewinne ich meist durch bewusste Betrachtung der Natur und den dadurch entspringenden Gefühlen und Ideen. Die Natur liefert uns ein faszinierendes Farb- und Formgefüge, wenn man die Vorstellungen die man mit jedem "Gegenstand" verbindet, außen vor lässt. In einer meiner neuesten Techniken versuche ich auch die Schranken des Maluntergrundes "aufzubrechen", indem ich über den Bildrand hinausmale und somit z. B. den Raum in das Kunstwerk miteinbeziehe.

Website: www.adela-elibol.de
facebook.com/adelakreativ1234

Abstrakt Nr. 1 Abstrakt Nr. 2 Die Farbe Rot Die Farbe Rot

Bibliothekflair Akt

(Bilder ab hier zum Vergrößern anklicken)
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    22.04.2008

    Adela Elibol, Wandbilder und Raumerweiterungen

    Die Erweiterung der malerischen Mittel in den Raum ist das zentrale Thema der aktuellen Arbeiten von Adela Elibol.

    Adela Elibol, Wandbilder und Raumerweiterungen

    Adela Elibol arbeitet mit, auf Acrylmalerei aufgeklebten dreidimensionalen Objekten wie Passepartout-Karton, Schnüren,Holz und vieles mehr. Die aufgebrachten Objekte sind malerisch gefasst. Diese so genannte Assemblagetechnik spielte eine wichtige Rolle in der Moderne seit Schwitters bishin zu Rauschenberg. Man wird durch die Schnüre aber auch unweigerlich an das Werk des großen Düsseldorfer Künstlers Gerhard Höhme erinnert. Dieter Ronte schreibt dazu : "Hoehme arbeitet mit Gegensätzen. Der zweidimensionalen Oberfläche des Bildes entspricht als Kontrast die dritte Dimension der Schläuche, die aus dem Bild herausführen...."

    Adela Elibol, Wandbilder und Raumerweiterungen

    Dieser Ausbruch und dieses Herausführen aus dem Bilde sind formal sehr ähnlich. Bei Elibol gehen aber die auf die Wand erweiterten Schnüre noch sehr viel weiter in den Umraum, wie Fühler oder Wurzeln, und sogar die Malerei wird direkt auf der Wand fortgesetzt. Kosmische Kugeln rollen aus den Bildern und die Schnüre entlang. Die Verbindung mit dem Raum ist hierbei materiell unzertrennbar geworden, was bei Höhme noch als transportables "Tafelbild mit Erweiterung" daherkam.

    Adela Elibol, Wandbilder und Raumerweiterungen

    Aber das ist auch schon alles an Ähnlichkeiten , da Hoehme eine expressiv-gestische Malerei bevorzugte, wo Elibol mehr poetische Farbfeldmalerei mit sanften Farbtönen in blau- grau bevorzugt, oder nur 2 Farben oder schwarz und weiß kontrastiert. Sehr schön irritierend sind auch die Mikadoartig aufgeklebten Kartonstreifen und die sich über den monochromen Untergrund schlängelnden Schnüre, die dann den Raum erobern. Der verstörende Kontrast zur Malerei wirkt sehr spannungsreich und mit feinsinniger Ironie durchtränkt.

    Adela Elibol, Wandbilder und Raumerweiterungen

    Die Assemblage und die den Umraum erobernden Schnüre ergeben in der Kombination und in der direkten Erweiterung in den Raum einen völlig neuen Ansatz. Die Verspannung des Gemäldes mit den Raum, macht es zu einem ornamentalen Bestandteil der Architektur. Die Abstraktion hat sich laut aktueller Forschungen sogar aus dem Ormentalen entwickelt, da das Ornament bereits erhebliche abstrakte Qualitäten hatte. Das aktuelle Interesse am Ornament ist sehr stark und zeigt sich aktuell z.B. bei der Philip Taaffe-Ausstellung in Wolfsburg. Aus den angeblichen Gegensätzen von Ornament und Abstraktion wird eine universelle Bildsprache.

    Solche Tendenzen finden sich auch bei Adela Elibol, in sehr eigenständiger Ausformung.

    Bernd Ziegenrücker
    (Kunstkritiker und Kunsthistoriker)